toppic
  • COLLL
  • Laser glossary A-B

Laser glossary A-B

Absorption

Absorption ist ein Mechanismus, durch welchen Licht im Zielgewebe aufgenommen wird und mit diesem Energie austauscht.

Die Absorption kann zu einer photothermischen Reaktion (Erwärmung), zu einer photodestruktiven Reaktion (Verbrennung) oder zu einer photobiomodulatorischen Reaktion (Aktivierung, Anregung des physiologischen Stoffwechsels etc.) führen.

Aktionsspektrum

Als Aktionsspektrum bezeichnet man in der Lasertherapie das Absorptionsverhalten eines Zelltyps bezogen auf Licht unterschiedlicher Wellenlängen.
Je nach Zusammensetzung und Dichte der Chromoproteine bzw. Chromophore (siehe Chromophor) ändert sich das Spektrum, innerhalb dessen eine Zelle Licht absorbieren kann. Zellen der Epidermis, der Subkutis, der Nerven etc. absorbieren Licht unterschiedlicher Wellenlängen-Anteile. Das Aktionsspektrum eines Zelltyps bezogen auf eine Zellreaktion zeigt, bei welcher Wellenlänge diese Zellreaktion am höchsten ist. Die bei der Lasertherapie gewünschte Zellreaktion ist die Aktivierung der Atmungskette. Sie manifestiert sich in einer höheren Synthese von ATP und in Folge u. a. in einer stärkeren Enzymaktivität oder DNA-Synthese. Die Änderung der Synthese- bzw. Aktivitätsrate bezogen als Reaktion auf die eingesetzte Wellenlänge des Lichts  wird im Aktionsspektrum der Zelle dargestellt.
Bsp.: Menschliche urethrale Zellen absorbieren bei einer Wellenlänge von 635nm (oranges Licht) und zeigen hier die stärkste Aktivierung.
Low-Level-Laserlicht mit Wellenlängen zwischen circa 600 und 850 nm wird am besten von den Antennenpigmenten der Atmungskette absorbiert. Dieser Spektralbereich kann demnach auch als das Aktionsspektrum der Lasertherapie bezeichnet werden.

ATP

Das Adenosintriphosphat (ATP) ist der universale Energieträger der Zellen und reguliert in ihnen wichtige energiegenerierende und -weiterleitende Prozesse. Die Energie wird für chemische, mechanische und osmotische Arbeit benötig, welche den Stoffwechsel unterhält.

Behandlungszeit

Bzw. Bestrahlungszeit. Die Zeit, über die eine Gewebefläche den Laserstrahlen ausgesetzt wird.

Biomodulation

Ein Synonym für die Low Level Lasertherapie ist Biomodulation. Dieser Begriff ist in der akademischen Welt der gebräuchlichere und hat den früher verwendeten Begriff der Biostimulation abgelöst. Modulierende Effekte sind elastischer als rein stimulierende. Die Low-Level-Licht-Therapie wirkt ausgleichend und damit elastisch: Sie aktiviert bzw. stimuliert den Stoffwechsel der Zelle, wenn dieser blockiert oder geschwächt ist – sie tut dies aber nicht über das physiologisch gesunde Maß hinaus, noch stimuliert sie bereits überstimulierte Zellmechanismen weiter, die Ausdruck einer Störung sind. Hier wirkt sie im Gegenteil schwächend und reguliert in die entgegengesetzte Richtung, was z. B. ein entscheidender Wirkmechanismus bei der Schmerzlinderung durch die Lasertherapie ist.

Der Begriff Biomodulation trägt den regulierenden Effekten der Lasertherapie Rechnung.

Biostimulation

Der Begriff Biostimulation wurde von Prof. E. Mester in den späten 1960er Jahren erstmals verwendet, um die aktivierenden Effekte niederenergetischer Laserstrahlung auf die Zellaktivitäten zu bezeichnen. E. Mesters beschrieb die Reaktionen der Zelle auf Low Level Laser-Licht ausschließlich als anregend bzw. aktivierend für den Stoffwechsel. Heute weiß man, dass nicht nur aktivierende Effekte, sondern auch direkt bremsende Effekte – wie z. B. vor allem bei der Schmerzweiterleitung – eine Rolle für die Effektivität der Lasertherapie spielen.