
Ein neue Studie, veröffentlicht in BIOENGINEERING & TRANSLATIONAL MEDICINE im Oktober 2024 untersucht die Auswirkung von PBM auf leichte traumatische Hirnverletzungen. Im folgenden finden Sie die auf deutsche Sprache übersetzte Zusammenfassung.
Photobiomodulation verbessert die funktionelle Erholung nach leichter traumatischer Hirnverletzung
Zusammenfassung
Leichte
traumatische Hirnverletzungen (mTBI) sind eine häufige Folge von
Kopfverletzungen, aber es gibt keine anerkannten Interventionen, die die
Erholung des Gehirns fördern. Wir haben bereits gezeigt, dass die
Photobiomodulation (PBM) die Anzahl der apoptotischen Zellen in organotypischen
Schnittkulturen des Hippocampus erwachsener Ratten signifikant reduziert. In
dieser Studie optimierten wir zunächst die PBM-Parameter für den Einsatz bei
mTBI, indem wir Kadaverstudien durchführten, um 660- und 810-nm-Laser für die
transkutane PBM-Behandlung der kortikalen Oberfläche zu kalibrieren.
Anschließend verwendeten wir ein in vivo mTBI-Modell mit Gewichtsabnahme bei
erwachsenen Ratten und verabreichten täglich optimierte Dosen von 660, 810 nm
oder kombinierter 660/810 nm PBM. Die funktionelle Erholung wurde mit Hilfe von
NOR (Novel Object Recognition) und Balkenbalancetests bewertet, während die
Neuropathologie der mTBI histologisch und immunhistochemisch untersucht wurde.
Wir fanden heraus, dass die PBM bei 810, 660 nm oder 810/660 nm sowohl die NOR-
als auch die Balkengleichgewichtsleistung signifikant verbesserte, wobei die
PBM bei 810 nm den größten Effekt hatte. Die Histologie zeigte keine
offensichtlichen strukturellen Schäden im Gehirn nach mTBI, jedoch zeigte die
Immunhistochemie mit Hirnschnitten eine signifikant verringerte Aktivierung
sowohl von CD11b+ Mikroglia als auch von GFAP (Saures Gliafaserprotein)+
Astrozyten drei Tage nach der Schädigung. Eine signifikant verringerte
kortikale Lokalisierung des Apoptosemarkers, gespaltene Caspase-3, und eine
bescheidene Verringerung der extrazellulären Matrixablagerung nach
PBM-Behandlung, die auf den Plexus choroideus und periventrikuläre Bereiche
beschränkt war, wurden ebenfalls beobachtet. Unsere Ergebnisse zeigen, dass 810
nm PBM die funktionellen Ergebnisse nach mTBI optimal verbessert, die mit
Apoptose und Astrozyten-/Mikroglia-Aktivierung assoziierten Marker reduziert
und somit als potenzielle regenerative Therapie nützlich sein könnte.
Andrew
R. Stevens, Mohammed Hadis, Abhinav Thareja, Freya G. Anderson, Michael R.
Milward, Valentina Di Pietro, Antonio Belli, William Palin, David J. Davies,
Zubair Ahmed
First
published: 11 October 2024
BIOENGINEERING
& TRANSLATIONAL MEDICINE